Winterpause

Die kalte Jahreszeit greift um sich und spätestens jetzt hat es wieder alle erwischt. Die allgemeine Blog-Lethargie greift um sich! Den Statistiken zu folge schauen nur noch 3-5 Leute pro Tag auf dem Blog vorbei. Gepaart mit meinem Unwohlsein leere Phrasen zu veröffentlichen, landen wir hier also in einem Dilemma. Ein Teufelskreis wenn man will.

Was wollen wir jetzt machen? Wie soll es weitergehen?

Kaum müde sich neuer Geschichten zu bedienen, greife ich nun doch mal wieder auf den Blog zurück, um über Neuigkeiten zu berichten. Sofern diese würdig sind als solche bezeichnet zu werden.

2 Wochen sind vergangen, seitdem mein Neujahrbesuch wieder weg ist. Immerhin mein Freund Alex aus Österreich ist wieder im Lande. Mit ihm war ich dann am ersten Freitag aus, um ein paar Bier zu nehmen. Der treue und aufmerksame Blogleser wird sich bestimmt erinnert fühlen wenn ich sage, dass wir im O Neil’s und im Waterendbarn waren. Was mir noch am einprägsamsten in Erinnerung geblieben ist, war eine Geschichte von Alex, bei der sein Freund i-wo in Ghana eine Fahrradtour unternommen hat und dabei, trotz eindringlicher Ranger-Warnung, dort in einem Tiergelände rumgebiket ist und dabei von einem Schimpansen überfallen worden ist. Die Story an sich, die ich jetzt nicht breit treten möchte, war an sich ganz nett. Interessanter war für mich aber seine Argumentation, mit der er wohl den Schimpansen an die Spitze der Nahrungskette stellen wollte, und diese Affenart als die gefährlichste im Tierreich proklamierte. Mit zunehmenden Pegel hab ich mich natürlich noch mehr darüber lustig gemacht. Was haben wir gelacht. Ach ja: Eine Wette dessen Inhalt ich nicht verraten möchte, habe ich auch noch gewonnen. Brachte mir beim Fast-Food Späti am Bahnhof noch eine Portion Pommes (hier sagt man CHIPS) ein.

Samstag war dann die allwöchenendliche Rekonvaleszenzzeit, die mir leckerem Essen überbrückt wurde. Alex und ich kochten einen Schweinebraten mit Semmelknödeln und Sauerkraut.

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Eine erschreckend – für mich schöne – Beobachtung habe ich die letzte Woche in England gemacht. Frage: Was macht der Engländer wenn es schneit? Richtig: Er bunkert sich zuhause ein! Letzten Montag hat es hier zum ersten mal geschneit, sodass bedingt durch die Temperaturen, dieser auch liegen blieb. Die Konsequenz: Totenleere Straßen. Kaum jemand der sich draußen aufhielt, geschweige denn drinnen z.B. bei Morrisons einkaufen war. Endlich mal entspanntes einkaufen ohne überfüllte Gänge!

Doch zu denken gab mir das Ganze schon. Die sind doch sonst ekelhaften Regen und Unwetter gewöhnt. Das Schnee doch auch nur eine andere Form von Niederschlag ist, scheint hier durchaus den Unterschied zu machen. Naja, wir tragen alle unser Kreuz. In Gesprächen mit Einheimischen hörte ich, dass es sehr selten mal schneit. Vielleicht mal alle 2-3 Jahre für eine kurze Zeit. Als Konsequenz traf es natürlich auch meine Arbeit, die neben dem “Gesprächsthema Nummer 1″ am Freitag auch mit zugefrorenen Wasser-Leitungen zu kämpfen hatte. Um trotzdem bei einer 3-Tassen Tee pro Tag Routine zu bleiben, wurde dann Wasser besorgt. Bezogen auf die Toilettensituation folgte dann folgender Ausspruch meines Chefs: “If it#s yellow, let it mellow – If it’s brown, flush it down.” Die berechtigte Nachfrage kam natürlich sofort, wie denn ein Brauner ohne Wasser runtergespühlt werden sollte. Nach kurzem zögern einigte man sich für diesen Fall zu Morrisons zu gehen. Der Untergrund lebt!

An heutigen Samstag entschloss ich mich, nachdem Freitag nicht wirklich was los oder geplant gewesen war, mal wieder nach London zu fahren, um hier und da mal vorbeizusehen. Ich hielt in der Nähe der Tottenham Road, um dort ein paar interessante Comic-Shops aufzusuchen. Wer mal Zeit, Muße und Interesse an so was hat, sollte sich folgende drei Seiten mal ansehen. Als erstes das Gosh! Kleiner netter Laden mit guter Auswahl, dass ebenso independent gehalten ist, wie das Orbital. Bei den Nachfragen nach bestimmten Batman-Ausgaben, bekam man es, klischeemäßig, mit scheinbar richtigen Comic-Freaks zu tun. Stereotype hin oder her – diese Nummer von Leuten die dort abeiten, passen wie die Faust aufs Auge. Aber alles in allem sehr symphaisch und imLondoner Charme gehalten. Fündig geworden bin ich dann im letzten und wohl größten Comic-Shop Londons, dem Forbidden Planet. Wäre sicher auch was für meinen Freund  Benny gewesen, da ich massenweise Dr.Who Audio, Videodateien etc. gefunden habe. Für meinen Teil konnte ich leider nicht alles gewünschte bekommen, immerhin aber die dringend ersehnte Grafik-Novelle Batman: Mad Love and other stories. Außerdem noch einen Batman-Krimi, der den Titel Inferno trägt (Alex Irvine). Es gab auch noch 2-3 andere Bücher die mich interessiert haben, die ich mir aber wenn erst gegen Ende und bei entsprechender finanzieller Lage, holen werde.

Im übrigen bin ich gerade an einer sehr heißen Geschichte dran, die mich nachts kaum noch schlafen lässt! Worum es genau geht, werde ich vielleicht nächste Woche bekannte geben. Momentan steht nur die Idee. Ich werde die Woche mit 1-2 Leute über eventuelle Umsetzung und oder Machbarkeit und Unterstützung reden. Wenn das machbar sein wird, wäre das wohl die meiner Meinung nach größte Bombe, die dieses Jahr platzen würde!

Nach meiner kleinen Comic-Runde ging es dann noch nach West Ham!

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Genauer gesagt Upton Park, wo ich noch rechtzeitig ankam, um im nahegelegenden Pub noch die zweite Halbzeit von West Ham United gegen Queens Park Rangers anzusehen. Der Pub hieß Boleyn Tavern und kann als die inoffizielle Vereinskneipe betrachtet werden. Alle Biere gab es für 3,50, was mich wieder auf ein Bier von feinsten Carlsberg beschränkte. Die Kneipe war sehr geräumig und fasst bestimmt 600-700 Leute. Da der Großteil im Stadion war, sah die Kulisse mit ca. 50 Anhängern etwas traurig aus. Schätze mal vor dem Spiel, wenn da die Hütte voll ist und I’m forever blowing bubbles angestimmt wird, geht da bestimmt einiges. West Ham, die zur Pause 0-1 zurücklagen, diktierten eigentlich die gesamte zweite Hälfte. Mehr als das 1-1 durch Joe Cole spang am Ende aber nicht mehr heraus. Skurriles ereinete sich dann noch beim Ausgleichstreffer. Durch den leeren Raum, trafen sich auf einmal drei (sich nicht bekannte) Anhänger, die in der Mitte des geräumigen Raumes nach dem Ausgleichstreffer so extatisch hypnotisiert waren, dass sie für gefühlte 15 Sekunden zu dritt, in der leere des Raumes, GEPOGT haben. Das lachen über dieses Bild war nur schwer zu unterdrücken, hatte es eine doch selten komische Tragik.

Nach dem Spiel bin ich nochmal zum Upton Park, um dort versuchen in das Stadion zu gelangen um ein paar altbekannte Panorama-Bilder zu schießen. Hier die Resultate:

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Zum vergrößern der Ansicht, einfach auf das Bild klicken!

So, das war es dann auch mal wieder von mir. Hoffe ein paar kleine Eindrücke konnten vermittelt werden.

Bis zum nächsten mal und seid nicht sauer wenn es wieder mal etwas länger dauern sollte bis zum nächsten Post, momentan habe ich einfach mehr lust etwas anderes zu erledigen, als online Tagebuch zu führen. Wer will schreibt mir einfach, dann findet sich bestimmt auch ein Skype-Termin :)

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2 thoughts on “Winterpause

  1. Essen sieht gut aus, auch nette Eindrücke aus West Ham.

    Bei der Bombe handelt es sich um das Thema, dass wir die Woche schonmal bei Skype diskutiert hatten, nehm ich an?

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